The Killers - Hot Fuss

„like a cigarette in the mouth, or a handshake in the doorway..“

Wir schreiben das Jahr 2004: eine junge Band aus Las Vegas, Nevada, bringt ihr Debütalbum auf den Markt. Und das keine Minute zu spät, denn Hot Fuss scheint genau das zu sein, worauf die junge Generation gerade gewartet hat. Energiereich, laut abgemischt, unglaublich stimmungsfördernd, rasant, aber auf der anderen Seite auch gefühlvoll, und manchmal fühlt man sich fast gezwungen, an einen bekifften Nachmittag zu denken, wenn Everything Will Be Alright aus den Boxen dröhnt. Aber ich will keine Vorurteile schüren, vielleicht war auch nur der Verstärker der Killers betrunken.
Hot Fuss heißt sie also, die Platte, also ein heißer Wirbel, Aufruhr, ein Spektakel. Ganz treffend gewählt, findet man schon nach dem ersten Track, Jenny Was A Friend Of Mine, ein Song, bei dem man schon auf dem Rotorflattern zu Beginn ein vorfreudiges Gefühl bekommt. Danach kippt die Stimmung: Mr. Brightside geht an den Start und schlägt sich wunderbar. Auch wenn hunderttausende Indiekids-in-love dieses Lied schon bis an die Grundfeste seiner Bestandteile auf und ab gespielt haben, mindert das eigentlich nicht die Qualität dieser ersten Single. Doch fast wie als unnötiger Trost für die aufgekommene Melancholie hat die Band gleich Smile Like You Mean it als nächsten Song auf die Platte gepackt, ein schlichter Feel Good-Popsong, der aber immer noch mehr Qualität hat als alles, was Ö3 u.ä. so gerne spielen, um die Büromenschen Österreichs bei Laune zu halten. Nach einem absoluten Gassenhauer, Somebody Told Me, kommt schließlich als 5. Track, also gut in der Mitte des Albums, All These Things That I've Done, wahrscheinlich grundsätzlich einer der besten Songs der letzten Jahre, unzählige Male nachgesungen, sogar Coldplay geben das bekannte I got soul but I'm not a soldier immer wieder live zum Besten. Und es scheint, als würden es besonders die Briten sein, die viel von den Killers halten, die mittlerweile keine junge Band mehr sind, sondern große Hallen füllen. Robbie Williams und sogar U2 sind ebenso Fans dieser Hymne.

Halbzeit. Der zweite Teil dieses Albums ist immer noch gut, aber nicht mehr so reich an absoluten Krachern, wie der erste. Dennoch bleibt es noch zwei Songs zu erwähnen: On Top, grundsätzlich einer meiner Lieblingssongs, bei dem man, wie so oft auf dieser Platte, Las Vegas bildlich vor Augen hat. Und Midnight Show, absolut rasant und perfekte musikalische Unterlegung für eine Verfolgungsjagd im Auto. Aber nur nachts. Und nur in der Stadt.

Es gibt eigentlich kaum etwas zu sagen, dass dieses Album in kurzen Worten besser beschreibt als: Hot Fuss ist ein unglaubliches Album. Noch unglaublicher, wenn man bedenkt, dass es das erste der Killers war. Und das einzige, das daran unspektakulär ist, ist das Albumcover.

 






Userbewertung: 8,27 Punkte (11 Stimmen)
Autorenbewertung: 8 Punkte
Alle Kritiken zu The Killers :

Hot Fuss (2004)
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Autoren-Bewertung: 8 Punkte
User-Bewertung: 8,27 Punkte
Datum: 13. August 2009

Day & Age (2008)
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Autoren-Bewertung: 5 Punkte
User-Bewertung: 4,38 Punkte
Datum: 13. August 2009

Kommentare

  • Ist ein wirklich gutes Album, gerade für ein Debüt. 8 Punkte hier auch von mir =)

    von Fabi, am 8. Oktober 2009 (vor 8 Jahren)