Interpol Konzert am 18.11.2010 im Wiener Gasometer

geschrieben von Nicholas Wedige, am 24. November 2010

Wie immer erweist sich trickster.at als topaktuell im österreichischen Konzertgeschehen: Wir waren für euch am Interpol Konzert in Wien (und auch ein bisschen für uns, da wir sehr große Interpol Fans sind). Mit hohen Erwartungen an die New Yorker um Gesangsvirtuosen Paul Banks gingen wir ins Gasometer und wurden auch nicht enttäuscht.

Aufgewärmt  wurde das Publikum mit einer super Vorstellung von einer jungen Indie – Rock Band aus den Vereinigten Staaten, Surfer Blood. Schließlich, als die jungen  Musiker aus Florida die Bühne um etwa 21:00 Uhr verließen, stieg bei den Zuschauern und auch beim trickster.at Team die Spannung gewaltig.

Nach einem kühlen Bier und einer Wette mit welchem Song Interpol wohl beginnen würde, war es dann um 21:30 (unglaublicherweise ausgesprochen pünktlich) endlich soweit. Die  Fünf betraten  die völlig vernebelte Bühne, und Gitarrist Daniel Kessler stimmte den Opener des neuen Albums, Succes an.

Nach diesem Track vom neuen Album, sorgten die New Yorker für Abwechslung mit einem Titel vom Debutalbum Turn On The Bright Lights: Say Hello To The Angels. Darauf folgten Narc, Length of Love (beide von Antics) und Summer Well (Interpol).

Wir glaubten fast die Stimmung könne nicht besser werden, doch wir wurden eines Besseren belehrt: nach Rest my Chemistry, einem eher ruhigen Interpol Song, spielten Banks, Kessler, Fogarino und die beiden Live – Mitglieder David Pajo (Bass) und Brandon Curtis (Keyboard) Slow Hands, welches die Stimmung zum Höhepunkt des Abends trieb.

Spektakulär ging es dann weiter mit C’mere, Untitled (mit schaurig schöner Atmosphäre) und der zweiten Single des neuen Albums, Barricade (wie erwartet ein echter Stimmungsmacher). Dann folgten noch zwei Songs von Album Nummer vier (Memory Serves und Lights), zwei von Antics (Not Even Jail und Take You On A Cruise, über welches wir uns sehr freuten) und PDA von Turn On The Bright Lights.

Nach diesen 15 Tracks verließ die Band erstmals die Bühne und wurden sofort zu einer Zugabe aufgerufen. Und das mit Erfolg. Nach einem fast 10 minütigem, tosendem Applaus stimmten Interpol The Lighthouse an, bei dem Paul Banks‘ melancholischer, baritoner Gesang perfekt zur Geltung kam.

Zum Abschluss boten uns die New Yorker noch zwei echte Hits: zuerst Evil mit dem unverwechselbaren Bass Intro, dann The Heinrich Maneuver als perfektes Ende eines tollen Konzertabends.

Fazit:
Zur Band: Interpol  sind wahrlich eine 1A Live Band, die es auch wirklich verstehen die Stimmung ihrer Songs perfekt ins Publikum zu übertragen.
Zur Location: Ausnahmsweise bekommt das Gasometer dieses mal großes Lob von mir, da es zur Abwechslung weder stickig, noch unglaublich heiß, noch viel zu eng war.
Ein perfekter Konzertabend!

 




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