The Cooper Temple Clause - Kick Up The Fire, And Let The Flames Break Loose

„today is gonna be fine, tomorrow will be fine, too“

The Cooper Temple Clause – Kick Up The Fire, And Let The Flames Break Loose. Ein langer Titel, sogar zu lang für das Betreffsfeld in Standard-PhpBB-Foren, ja, sogar unser Layout hat so seine Probleme damit. Und auch wenn die insgesamte Laufzeit mit gut 54 Minuten zwar nicht wirklich kurz, jedoch auch nicht obigen Titel gerecht lang zu Buche schlägt, bleibt zu beachten, dass dieses Album nur 10 Titel umfasst, von denen einige also auch entsprechend lang sind. Und jeder davon verdient. Denn hier ist keine Minute verschwendet, und kein Ton ist fehl am Platz. Kick Up The Fire... ist als Album ein Gesamtwerk, ein bemerkenswertes noch dazu, und erzeugt eine Stimmung, die zwar einerseits durchaus als melancholisch zu werten sein kann, andererseits sehr angenehm ist – vor allem im Dunkeln oder der Dämmerung fühlt man sich in jedem Lied gut aufgehoben und wirklich wohl. Denn irgendwie werden unruhige Seelen beruhigt, gleichzeitig aufgewühlt, und das is einer erstaunlichen Ausgeglichenheit. Insbesondere New Toys ist ein Paradebeispiel für erwähnte Stimmung und Effekte auf das Gemüt – sofern man sich von Musik grundsätzlich berühren lassen kann, oder dafür empfänglich ist. Fairerweise muss aber auch gesagt werden, dass man an einem heißen Sommertag oder in Feierlaune nicht viel Begeisterung für das zweite Album dieser Band (die sich 2007 aufgelöst hat..) empfinden können wird.
Wer aber an der Stimmung, in die man bei Placebo's Meds, Pornography von The Cure oder Muse' Ruled By Secrecy verfällt, Gefallen gefunden hat, wird mit sich mit Sicherheit auch in diesem Album verlieren.

Talking To A Brick Wall
und Into My Arms folgen direkt aufeinander und liefern einen zwölfminütigen Block, der einen abwesend irgendwohin starren lässt. Die Melodie von Blind Pilots gibt sich aber etwas positiver, auch der Refrain ist relativ eingängig – neben jenen von Talking To A Brick Wall und Promises, Promises wahrscheinlich die Stellen, die vorrangig im Gedächtnis bleiben.
Wer denkt, dass ein Album dieser Stimmung keine Ruhepause verträgt, hat durchaus Recht, und die Band hatte offensichtlich den selben Gedanken gefasst, denn auch wenn Music Box ruhig startet, machen sich auch hier bald Gitarren bemerkbar, und die sechseinhalb Minuten vergehen wirklich wie im Flug, und schon findet man sich in In Your Prime wieder. Etwas zu beruhigen, das sich selbst immer wieder problemlos und fließend in den Griff kriegt, wäre auch unsinnig.
Kick Up The Fire, And Let The Flames Break Loose beginnt still und endet laut und elektronisch – Written Apology dauert immerhin auch ganze 10 Minuten und macht somit ein Fünftel der Gesamtspieldauer aus.

Man kann eigentlich generell sagen, dass sämtliche Titel wunderbar ausgewählt und angeordnet sind, hier stößt man auf ein absolutes Durchhöralbum, und weil hier wirklich gar nichts stört, ist man hinterher direkt überrascht, wie schnell man es zwei Mal durchgehört hat – sofern man sich auch die Zeit dafür nimmt und schon im Vorhinein nehmen will. Auch wenn sich durchaus einige härtere, rauere Ausnahmen (Promises, Promises, A.I.M.) finden, sei jedem ans Herz gelegt, manchmal einfach für sich zu sein, die Augen zu schließen, und einfach zuzuhören. Vielleicht geht das auch ganz von selbst.






Userbewertung: 6,67 Punkte (6 Stimmen)
Autorenbewertung: 9 Punkte
Alle Kritiken zu The Cooper Temple Clause :

Kick Up The Fire, And Let The Flames Break Loose (2003)
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Autoren-Bewertung: 9 Punkte
User-Bewertung: 6,67 Punkte
Datum: 30. Juli 2009

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