Muse - Origin Of Symmetry

„you make me sick, because I adore you so“

Angefangen hat alles mit Alexander Ajas Horrorschocker High Tension. Nach dem erstmaligen Hören von New Born war klar – ohne das ganze Album fehlt was in meiner CD-Sammlung. Die erste Reaktion auf den zweiten Streich der drei Genies aus Teignmouth, England, war Sprachlosigkeit. Sorgte man schon 1999 mit dem hochgelobten Debüt Showbiz für verträumte Augen und Ohren, ist die Nachfolgeplatte ein absolutes Top-Album, das nicht im Schatten des Debüts stehen muss.  Origin Of Symmetry ist ein Musterbeispiel an Kreativität und Vielseitigkeit – und meine persönliche Empfehlung an alle Freunde der guten Musik. Matthew Bellamy, musikalischer Kopf der Band, bringt hörbar seine Liebe zur Musik und sein unbestreitbares Können an Gitarre und Klavier, sowie seine vergötterungswerte Stimme ein, und stellt seine von nicht wenigen Songwritern zu beneidenden lyrischen Fähigkeiten erneut unter Beweis – und zwar nicht zu knapp bemessen. Ganz im Gegenteil, Muse haben ihre griechische Namensgeberin offenbar ordentlich durchgenommen, und toben sich bis zur Perfektion aus, auch ein Cover von Anthony Newleys Feeling Good kann sich auf jeden Fall hören lassen – nicht nur aufgrund der doch relativ neuen Verarbeitung.
Dass OOS neben einem Feld mit Magic Mushrooms aufgenommen wurde ("Wir haben sie alle aufgegessen"), überrascht irgendwie nicht wirklich, wenn man sich Micro Cuts anhört (wer könnte diesen Text schon beim ersten Mal hören verstehen), dennoch wirkt jeder Ton absolut professionell und klar.
Der Höhepunkt dieser wunderbaren Platte lässt sich kaum feststellen, da sich Muse immer wieder selbst übertreffen – Space Dementia rückt dem Titel ‚Bester Muse-Track’ schon verdächtig nahe – die knappen 6 Minuten überwältigen von Anfang bis Ende – Bellamy lässt es ein weiteres Mal so scheinen, dass es ein Kinderspiel sein muss, geniale Musik zu machen – bei so vielen Songs, aus denen der beste einfach nicht herauszufiltern ist.
Eigentlich bleibt nur noch zu sagen – wer dieses absolute Meisterwerk noch nicht zu seiner Plattensammlung zählt, sollte Origin Of Symmetry so schnell wie möglich käuflich erwerben, und seine Ohren in neue Dimensionen von mehr als guter Musik entführen – von den ersten Klängen von New Born bis zu der Orgel, die den Hörer am Schluss von Megalomania noch ein paar Minuten von der Rückkehr in die „reale“ Welt abhält.






Userbewertung: 8,84 Punkte (19 Stimmen)
Autorenbewertung: 10 Punkte
Alle Kritiken zu Muse :

Absolution (2003)
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Autoren-Bewertung: 8 Punkte
User-Bewertung: 9,24 Punkte
Datum: 28. Juli 2009

Origin Of Symmetry (2001)
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Autoren-Bewertung: 10 Punkte
User-Bewertung: 8,84 Punkte
Datum: 30. Juli 2009

The Resistance (2009)
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Autoren-Bewertung: 9 Punkte
User-Bewertung: 8,44 Punkte
Datum: 15. September 2009

Kommentare

  • Kann ich mich nur anschlie├čen. So ein Niveau haben sie bis jetzt nicht mehr erreicht (oder werden es auch nicht mehr, wenn man das neue Album neben diesem hier betrachtet).

    von Juli, am 21. März 2010 (vor 8 Jahren)

  • Von mir 10 von 10. Perfektes Album, perfekter ANfang, perfektes Ende, perfektes Citizen Erased. LIEBE!

    von Fabi, am 15. September 2009 (vor 8 Jahren)