White Lies - To Lose My Life...

„get off your low, let's kiss like we used to.“

Mit Unfinished Business fing alles an - mit diesem Song entschied man sich, die Vorgängerband Fear Of Flying mit ihrem Franz Ferdinand-styled pop with cheeky chappy lyrics (The Guardian) zu Grabe zu tragen, und genau dort scheint sich To Lose My Life... auch abzuspielen. Wie man vielleicht schon aus der ersten Zeile dieser Review schließt, klingt das WL-Debüt schwer, dunkel und extrem basslastig, und der Tod spielt in fast ausnahmslos jedem Track eine Rolle. Dennoch schafft es Sänger Harry McVeigh, mit seiner faszinierenden Stimme den Hörer in seinen Bann zu ziehen, und eigentlich gar nicht so negative Stimmung aufkommen zu lassen. Besonders live macht die Band einen durchaus fröhlichen Eindruck, der sich auf das Publikum recht gut übertragen zu scheint - denn selbst Lieder mit fröhlichen Titeln wie "Death", "To Lose My Life" oder "Nothing To Give" heitern schlicht auf, wenn sie von einem lächelnden Sänger performt werden.

Ein zwanzigköpfiges Orchester half, das Album einzuspielen, wirklich einprägsam bleiben aber die Basslines und Refrains, immer wieder fühlt man sich an die Musik der Achtziger erinnert (Tears For Fears, evtl. Depeche Mode).

Neben dem Tod spielt themenmäßig auch das ziemliche Gegenstück, die Liebe, eine sehr übergeordnete Rolle. The Price of Love ist ein viereinhalbminütiger Krimi, Unfinished Business, textlich sicher einer der stärksten Tracks - wobei eigentlich so gesehen gar keine Schwächen auffallen - reiht sich weiters in die Reihe dieser Titel ein, und To Lose My Life's Refrain let's grow old together/and die at the same time vereint beide themenmäßigen Hauptkomponenten des Albums.

Man hat etwas das Gefühl, dass sich White Lies mit ihrem Stil im falschen Jahrzehnt befinden - vor fünfundzwanzig Jahren wäre der Hype sicher schon in bei Weitem größeren Ausmaß gekommen. Dennoch darf man daran glauben, dass man hier noch Großes hören darf. Hoffen sowieso. Und schon das Debütalbum ist die Investition auf jeden Fall wert, genau wie jene in ein Liveticket.

PS: Gratis-Download von Unfinished Business unter http://www.relaxyesimtrying.com/

High: Death, To Lose My Life, Unfinished Business, Farewell To The Fairground
Low: Nothing To Give






Userbewertung: 8,33 Punkte (12 Stimmen)
Autorenbewertung: 8 Punkte
Alle Kritiken zu White Lies :

To Lose My Life... (2009)
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Autoren-Bewertung: 8 Punkte
User-Bewertung: 8,33 Punkte
Datum: 28. Juli 2009

Kommentare

  • Ich will sie wieder live sehn!!!

    von Steffi , am 5. Dezember 2010 (vor 7 Jahren)

  • pah.

    von Sophie, am 18. Januar 2010 (vor 8 Jahren)

  • aber er is ja leider schwul, gell sophie ;)

    von Julius, am 17. Januar 2010 (vor 8 Jahren)

  • ja, ich - war eins der besten konzerte, die ich 2009 gesehn hab. mal schaun, wie's im februar in der arena ausschaut.

    von Sophie, am 17. Januar 2010 (vor 8 Jahren)

  • MTV hat letztens - man glaubt es kaum- einen Konzertmitschnitt von ihnen ĂĽbertragen und ich war echt enttäuscht. McVeighs Stimme war eine katastrophe! Davon abgesehen hatte er die Ausstrahlung einer Kartoffel. . . Hat die iwer schon mal live gesehn? Kann mir irgendwer - bitte, bitte - etwas Gegenteiliges berichten?

    von Sofie, am 17. Januar 2010 (vor 8 Jahren)

  • DAS album 09!

    von fischli, am 16. Januar 2010 (vor 8 Jahren)

  • White lies.. bestes :)

    von Alex, am 21. November 2009 (vor 8 Jahren)

  • erscheinungsjahredit *hust*

    von Kevin, am 13. November 2009 (vor 8 Jahren)

  • Ist selbst nach mehrmaligem oder dauerhaften Hören nicht abgedroschen, sondern bewirkt immer noch Gänsehaut.

    von Särah, am 11. November 2009 (vor 8 Jahren)