Weezer - Weezer (Red Album)

„.. and when it's partytime, like 1999, I'll party by myself because I'm such a special guy.“

I ain't got a thing to prove to you!
So ist es, auch mit ihrem 6. Studioalbum brauchen die Geeks aus L.A. nun wirklich keinen Beweis mehr zu erbringen, dass sie es immer noch drauf haben. So startet das Red Album mit drei aufeinanderfolgenden Granaten, denn sowohl Troublemaker als auch The Greatest Man That Ever Lived und Pork and Peans gehen gleich ins Ohr, und alle drei charakterisieren einen ziemlichen Egozentriker, mit dem man sich sicher gerne identifiziert, auf eine bestimmte Art zumindest. Insbesondere The Greatest Man... ist hervorzuheben als absolut großartige Single, die viele populäre Stilrichtungen durch den Kakao zieht, und das gar nicht schlecht. Außerdem passt es irgendwie immer und überall dazu. Aber auch Pork and Beans bietet einiges, zum Beispiel ein legendäres Video, das auf viele YouTube-Berühmtheiten abzielt, außerdem ist es Weezers bestverkaufte Single der Bandkarriere. Ein legendäres, rekordebrechendes Video gibt's aber auch von Troublemaker, und zwar hier! Aber für ihre tollen Musikvideos sind Weezer ohnehin schon lang bekannt.
Es folgt Heart Songs, ein musikalischer Rückblick bis ca. 1990, der wie ein Liebeslied klingt und auch in solchen Leuten die Erinnerung an die Musik und Momente von "damals" hervorruft, die dafür eigentlich zu jung sind.
Everybody Get Dangerous lässt Weezer einmal mehr so dastehn, als würden sie immer noch aufs College gehen und einfach nie erwachsen werden, wie auch schon die drei ersten Tracks. Und das ist auch gut so, weil es eben diese Jugendlichkeit ist, die die Band nach wie vor charakterisiert. Auch wenn Cuomo's unglaublicher Moustache von 2008 sicher keinem Collegeboy so sicher über der Lippe liegen würde.

Genau in eine sehr starke und in eine weniger tolle Hälfte ist das Red Album aufgeteilt. Wenn man das überhaupt so sagen kann - von Troublemaker bis Everybody Get Dangerous wirkt eben alles sehr partymäßig und perfekt für den Sommer, auch Dreamin'  lässt noch viel von Cuomo spüren, dann kommt aber der Bruch mit dieser Stimmung, und teilweise leider auch Sachen, die weder Fleisch noch Fisch sind. Liegt das daran, dass mit diesem Album Frontmann Rivers Cuomo nicht mehr alleiniger Songwriter und Sänger ist? Vielleicht ist das so, aber auch aus dem Grund, dass das, was die anderen Bandmitglieder nun vorstellen, eben eine ziemlich andere Grundeinstellung mitbringen. Cold Dark World bringt beispielsweise einen ziemlich seltsamen Text mit, der so gar nicht zum Rest passen mag und eher an einen ziemlich dämlichen Liebesbrief erinnert (I will protect you, never disrespect you, but if you need love, then I'll be here to sex you).

Lediglich The Angel And The One bietet einen guten Abschluss, und zwar als echtes Liebeslied, das aber weder dämlich noch plump klingt. Sehr schön. Nichtsdestotrotz gibt es nunmal einige leider echt nicht berauschende Tracks auf dem Red Album, die einen Punkteabzug nicht nur rechtfertigen würden, sondern in diesem Fall auch auch begründen. Aber trotzdem ist die Vorfreude auf Album #7, Raditude, groß. Release am 27. Oktober - Kritik gibt's dann natürlich hier.






Userbewertung: 9,00 Punkte (6 Stimmen)
Autorenbewertung: 7 Punkte
Alle Kritiken zu Weezer :

Weezer (Red Album) (2008)
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Autoren-Bewertung: 7 Punkte
User-Bewertung: 9,00 Punkte
Datum: 29. September 2009

Kommentare

  • supa kritik sophie, i murs ma unbedingt des ganze album auhern^^

    i am the greatest wo(man) in the world..laaalaaa

    von dana, am 14. Oktober 2009 (vor 8 Jahren)